7 Die Säge schärfen

Vor Kurzem habe ich das das Buch „Die 7. Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zum zweiten Mal gelesen. Die Klarheit und Logik dieses Buches faszinieren mich. Es handelt davon mithilfe von 7.Wegen sein Leben effektiv, also sinnvoll und lohnenswert, zu gestalten. In dieser Reihe beschreibe ich mit Beispielen, wie ich versuche jeden diese 7. Wege in meinem Leben anzuwenden.

Die ersten drei Wege dienten deinem persönlichen Erfolg. Bei den Wegen 4 – 6 ging es um deinen Erfolg im Team. Durch die ersten drei Wege erreicht man eigene Unabhängigkeit, da man selber proaktiv wird und das tut, was für einem selber und sein Leitbild am Wichtigsten ist. Durch die nächsten drei Wege erreicht man Interdependenz, was soviel heißt wie: Wechselseitige Abhängigkeit, um gemeinsam mit anderen mehr zu erreichen. Dieses Schema aus dem Buch „Die 7. Wege zu Effektivität für Jugendliche von Sean Covey“ verdeutlicht es recht gut:

Der 7. Weg ist dabei im Kreis um die anderen 6. Wege angeordnet. Bei diesem Weg geht es um Dich selber. Es geht um die regelmäßige Erneuerung und Stärkung der vier wichtigsten Dimensionen im Leben: Körper, Verstand, Herz und Seele. In dem oben genannten Buch wird auch gut beschrieben, warum er die Säge schärfen heißt:

Stell dir vor, du gehst im Wald spazieren. Plötzlich triffst du jemanden, der versucht, einen Baum zu fällen, und sich dabei total verausgabt. Du fragst ihn, was er da macht:
»Das siehst du doch. Ich fälle einen Baum«, erwidert er genervt.
»Wie lange versuchen Sie es denn schon?«
»Volle vier Stunden. Aber irgendwie komme ich nicht voran«, sagt
der Mann, während ihm der Schweiß vom Kinn tropft.
»Hmm, Ihre Säge sieht aber auch ziemlich stumpf aus«, antwortest
du. Warum machen Sie keine Pause, um Ihre Säge zu schärfen?«
»Für so was habe ich keine Zeit, ich muss erst den Baum fällen!«
Wenn sich der Mann nur ein paar Minuten
Zeit nehmen würde, um seine Säge zu
schärfen, wäre er vermutlich dreimal
so schnell fertig. Ähnlich wie dem
Mann mit der Säge geht es vielen von uns. Oft sind wir so beschäf- tigt, dass wir völlig vergessen, uns eine Pause zu gönnen. Der 7. Weg
erinnert uns daran.

Körper

Mache Sport, ernähre Dich gesund und höre auf deinen Körper. Dabei kannst du auch viele Sachen ausprobieren. Es macht richtig Spaß.

Sachen ausprobieren und Verhaltensweisen entwicklen

Beobachte wie es Dir geht, wenn du etwas gegessen oder getrunken hast und lerne daraus. Lerne auch, wieviel Schlaf du benötigst. Die meisten Menschen brauchen zwischen 5-8 Stunden Schlaf. Aber wie du hier siehst haben wir eine Differenz zwischen Minimum und Maximum von drei Stunden. Wieviel Schlaf braucht du um am Morgen fit zu sein? Finde es heraus.

Stelle deinen Wecker jeweils für eine Woche auf eine bestimmte Aufstehzeit und geh immer um dieselbe Zeit ins Bett. Ich weiß, das ist hart! Aber versuche es trotzdem mindestens für eine Woche durchzuziehen. Und schau danach, wie du Dich fühlst. Brauchst du mehr Schlaf oder weniger?

Ernährung

Vermeide auch immer dasselbe zu essen. Das die ganze Zeit Chips und Cola nicht gut ist, sollte uns klar seien. Aber auch die ganze Zeit nur Milch zu trinken und Proteinriegel zu essen ist ungesund. Vermeide Extreme und ernähre Dich ausgewogen. Probiere hierbei immer wieder Neues aus.

Gestern habe ich zum Ersten Mal in meinem Leben Austern gegessen. Ich mochte sie nicht. Aber ich habe mich gezwungen mindestens 20 Stück zu essen. Warum? Weil ich ausprobieren will, ob sie mir vielleicht doch schmecken. Genauso habe ich es auch mit Oliven gemacht. Ich habe sie am Anfang gehasst und mich gezwungen sie zu essen. Jetzt liebe ich sie! 🙂

Sport

Such Dir einen Sport, der Dir gefällt. Es muss nicht das Fitnessstudio sein, aber es kann es. Es ist egal, was du machst und es ist auch egal, ob Dir der Sport die Bodybuilder-Figur gibt oder nicht. Wichtig ist nur, dass du den Sport gerne macht.

Wenn du einen Sport nicht gerne machst und ihn nur ausübst, weil du ihn machen musst, deine Eltern Dich dazu zwingen, du denkst dieser Sport wäre cool oder deine Freunde ihn machen, dann wird es langfristig dazu führen, dass du diesen Sport nicht oft und regelmäßig ausübst. Wieviele Leute fangen an Sylvestern mit guten Vorsätzen im Fitnessstudio an, nur um dann im Februar wieder damit aufzuhören, aber weiterhin den Mitgliedsbeitrag schön weiter zahlen. Für die Finanzen ist das übrigens auch nicht gut.

Deswegen such Dir einen Sport, den du gerne regelmäßig und öfters in der Woche machst. Bei mir ist es das Radfahren mit meinem E-Mountainbike! Ideal wäre es, wenn du es mindestens dreimal die Woche für mindestens 30 Minuten machst.

Wichtig: Deine Ausstrahlung ist wichtig als dein Aussehen

Was du auf Instagram siehst, entspricht oft nicht der Wahrheit. Was du bei bei „Germanys Next Topmodel“ siehst, ist nicht dein Anspruch. Scheinbar will jeder heutzutage superschlank und durchtrainiert sein. Viele helfen dabei mit einseitiger Ernährung und ungesunden Diäten nach. Auch Bildbearbeitsprogramm, Filter und Make-up werden oft benutzt. Jeder noch so kleiner Makel wird wegretuschiert.

Dabei machen dich diese Makel aus. und es gibt genug Menschen, die es ein weniger fülliger mögen, die auf Sommersprossen, lockiges Haar, blasse oder braune Haut stehen. Wichtig ist nicht, wie du aussiehst, sondern, dass du dich selber wohlfühlen und dass auch ausstrahlst! Deine Ausstrahlung ist wichtiger als dein Aussehen!

Verstand

Lies ein Buch, schreibe einen Blog, erwerbe Dir neue Fähigkeiten und werde kreativ. Ich habe gestern zum ersten Mal Muscheln gegessen und meiner Frau die Haare geschnitten. Sie sass auf einen Stuhl vor dem Fernseher, auf dem das YouTube Video zum Haarschneiden lief und ich hinter ihr mit einer Schere und einem Kamm bewaffnet. Ich habe versucht mich anzustrengen und nach zwei Stunden war meine Frau sehr zufrieden. Immerhin: Ich kann jetzt einigermaßen eine Bob-Frisur schneiden. Mich macht es diese neue Wissen und das Lob meiner Frau sehr stolz.

Jetzt wirst du sagen, dass dieses Wissen für meine Zukunft total unwichtig ist. Wichtig ist, dass ich mich auf die Schule und danach mein Studium oder meine Ausbildung konzentriere. Aber meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass man erfolgreich ist, wenn man generell nie aufhört zu lernen und immer etwas für seinen Kopf tut. Alles was du machst, das über die Schule hinausgeht, wird sich früher oder später bezahlt machen. Betrachte es als lohnende Investition in deine Zukunft. Ein Beispiel:

Als Schüler habe ich mit meinen Freunden in der 13. Klasse den Abifilm gedreht. Wir haben dazu ein ganzes Jahr gebraucht und es hat uns viel Zeit gekostet. In der Schule hat uns das erstmal nichts gebracht. Aber wir haben viel über Filmproduktion und -Schnitt gelernt. 2013 habe ich als Lehrer angefangen mit meinem Kollegen Erklärvideos in Mathematik zu drehen und wir wurden damit richtig erfolgreich. Das Wissen über Filmproduktion- und Schnitt hat mir mehr als 10 Jahre später sehr geholfen. Mal schauen, vielleicht starte ich in 10 Jahren ja ein Friseurbusiness…. 🙂

Also trainiere deinen Kopf. Lesen ist dazu eine schöne Möglichkeit. Aber du kannst auch Podcast oder Audiobücher hören. Ich höre zum Beispiel ganz oft beim Fahrrad fahren ein spannendes Audiobook. Ich mache Sport und lerne noch dabei! Es gibt aber soviel Möglichkeiten. Hier sind nur ein paar:

  • Mach einen Onlinekurs.
  • Lerne eine Fremdsprache.
  • Schreibe einen Blog.
  • Mache Kreuzworträtsel.
  • Spiel Professor Layton. 😉
  • Lerne ein Musikinstrument.
  • Geh in ein Museum oder eine Ausstellung.
  • Schau Dir auch mal eine Dokumentarsendung an.

Und auch in der Schule gilt: Noten sind wichtig. Aber viel wichtiger als gute Zeugnisse ist echte Bildung. Versuche Sachen wirklich zu lernen und zu verstehen. Das müssen nicht alle Fächer sein. Aber nimm Dir ein bis drei Fächer, die dich wirklich interessieren und Dir Spaß machen und versuche in denen besser zu werden. Verlasse Dich dabei nicht nur auf die Schulbildung. Das ganze Leben, die ganze Welt ist deine „Schule“.

Herz

Mit „Herz“ meint Covey, dass du Beziehungen pflegst, Gutes tust, lachst und Dich selber lieben lernt. Wenn du Gutes tust, dann kommt das Gute auch zu Dir.

Mache Leuten Komplimente. Höre deinem Vater, deiner Mutter oder deiner Schwester heute aufmerksam zu. Mache anderen ein Geschenk oder komme pünktlich zu der Zeit nach Hause, die du mit deinen Eltern ausgemacht hast.

Seit ich aus der Kirche ausgetreten bin und mir deswegen die Kirchensteuer spare, spende ich. Zuerst habe ich 50€ pro Monat der Aktion Mensch gespendet. Mittlerweile sind es schon 80€ pro Monat. Ich will im Privaten Menschen Gutes tun und ich will auch auf der Welt Gutes bewirken. Ich helfe damit Menschen und mir selber gibt es auch ein gutes Gefühl. Ich hoffe, dass ich mein Engagement noch erweitern kann.

Lachen hilft übrigens auch. Lache mehr am Tag. Man sagt nicht umsonst Lachen ist die beste Medizin. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Lachen hilft, kreativer zu denken, Gefühle der Verbundenheit erzeugt und auch Heilungsprozesse beschleunigt. Kinder lachen im Schnitt 300 Mal am Tag, Erwachsene nur noch 17 Mal am Tag. Also don’t worry, be happy, keep smiling!

Seele

Das ist ein Punkt, den ich als ich ein Kind war, gar nicht richtig für mich entdeckt habe bzw. nur so halb. ich habe als Jugendlicher viel Videospiele gespielt. Generell war das nichts Schlechtes. Es hat auch meine Seele gut getan und ich konnte mich richtig in den Computerspielen verlieren. Dadurch ging es meiner Seele gut, aber ich habe zu viel Zeit damit verbracht, so dass mein Herz, mein Verstand und mein Körper darunter gelitten hat.

Heute spiele ich auch noch gelegentlich, wenn ein gutes Spiel rauskommt, sehr gerne alleine Computer. Übrigens am Liebsten Nintendospiele. 🙂 Aber ich spiele eher Multiplayerspiele mit Freunden auf der Coach. So stärke ich meine Seele und mein Herz. Außerdem spiele ich mehr Logik- und Rätselspiele, wie Professor Layton, bei denen ich meinen Verstand schärfe. Und manchmal spiele ich sie dann auch noch in Spanisch um meine Fremdsprachkenntnisse zu erweitern.

Generell geht es bei dem Bereich „Seele“, dass du herausfindest, was Dir gut tut und das dann auch macht. Ein gutes Buch, ein spannder Film oder auch der Konsum von anderen Medien auf YouTube, Instagram und Co. sind dabei auch möglich. Achte aber darauf, wieviel Konsum davon Dir wirklich gut tut. Es ist wie bei der Ernährung. Ein bißchen Cola und Chips schmeckt gut und schadet auch nicht, aber wenn du die ganze Zeit nur Cola und Chips isst, überlege mal wie es Dir geht und wie du aussiehst.

Überlege, was Dir gut tut und mache dies dann gezielt. Mögliche Aktivitäten sind:

  • Meditieren
  • ein gutes Buch lesen
  • Musik hören
  • malen und zeichnen
  • einen Film anschauen
  • früh aufstehen und den Sonnenaufgang genießen
  • Gedichte schreiben
  • Dir Gedanken zu deinen Zielen machen
  • Tagebuch schreiben

Tagebuch schreiben

Einen Punkt, den ich davon erst vor 3 Jahre entdeckt habe ist Tagebuch schreiben. Ich liebe es! Ich habe es fast immer dabei und liebe es mich einfach hinzusetzen und meine Gedanken, Ziele und Wünsche aufzuschreiben.

Ich schreibe dabei nicht immer jeden Tag etwas hinein und auch nicht, was ich jeden Tag erlebt habe. Aber ich habe es oft bei mir und wenn mir was durch den Kopf geht, dann schreibe ich es auf. Wenn man ein Problem aufgeschrieben hat, dann ist es auch schon fast aus der Welt. Außerdem liebe ich es mich genauer mit meinen Zielen zu beschäftigen und mein Leitbild in meinem Tagebuch immer weiter zu bearbeiten.

Also pass auf Dich auf, beherzige die 7. Wege und schärfe deine Sage! Ich habe die Erfahrung gemacht, dass es sich lohnt. Es lohnt sich auch diese 7.Wege immer wieder anzuschauen und sich damit zu beschäftigen. Ich habe viele andere Bücher zur Persönlichkeitsentwicklung gelesen, aber meiner Meinung nach, haben alle nur von dem Buch „Die 7. Wege zur Effektivität“ abgeschrieben oder es interpretiert. Dieses Buch oder seine Version für Jugendliche „Die 7. Wege zur Effektivität für Jugendliche“ ist meiner Meinung nach das beste Buch, wenn es darum geht, seine Ziele und Träume zu leben!

6 Synergien schaffen

Vor Kurzem habe ich das das Buch „Die 7. Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zum zweiten Mal gelesen. Die Klarheit und Logik dieses Buches faszinieren mich. Es handelt davon mithilfe von 7.Wegen sein Leben effektiv, also sinnvoll und lohnenswert, zu gestalten. In dieser Reihe beschreibe ich mit Beispielen, wie ich versuche jeden diese 7. Wege in meinem Leben anzuwenden.

Du kennst Synergien sicher. Du kannst alleine kein Fußballspiel gewinnen, aber als Mannschaft zusammen, kann man großartiges erreichen. Eine Musikband kann nur existieren, weil Leute zusammenkommen, die alle ein anderes Musikinstrument spielen. Was wäre wenn alle Bass spielen würden?

Gruppenarbeit ist Mist

Vielleicht kennst du das aus der Schule oder der Universität. Du musstest ein Referat mit mehreren Leuten zusammen erarbeiten, halten und ihr habt dann eine gemeinsame Note bekommen. Das ist Mist. Das stimmt. Und es ist außerdem unfair.

Wenn man in Mathematik das Potenzgesetz bei gleicher Basis lernen will, bringt es auch nichts in Gruppenarbeit zusammen zu setzen und das Gesetz zu lernen. Da hilft es mehr sich das Gesetz einmal erklären zu lassen, dann versuchen es anzuwenden und jemanden zu fragen, wenn man bei schwierigen Aufgaben nicht weiterkommt.

Wenn man also etwas Neues erlernen will, ist oft Gruppenarbeit nicht der richtige Weg. Aber wenn man ein Problem lösen will, Sachverhalte analysiert, Experimente macht oder eine Party plant, ist es sinnvoll in der Gruppe zu arbeiten.

Vielfalt

Jeder Mensch ist unterschiedlich. Hier ein paar Beispiele, in was wir Menschen uns unterscheiden:

  • Geschlecht
  • Herkunft
  • Gewicht
  • Größe
  • Hautfarbe
  • sexuelle Vorzüge
  • finanzielle Verhältnisse
  • Familie
  • Glaube
  • Bildung
  • Lebensstil
  • Interessen
  • Fähigkeiten

Vielfalt als etwas Negatives sehen

Im 3. Reich galt Vielfalt in Deutschland als etwas Negatives. Menschen wurden aufgrund ihrer Herkunft, Rasse und Hautfarbe verfolgt, gefangen genommen oder getötet. Vielfalt wurde als etwas Negatives gesehen.

Vielfalt akzeptieren

Vielen ist mittlerweile klar, dass Vielfalt nichts negatives mehr ist. Bei vielen lautet das Motto: „Mach du dein Ding, aber lass mich damit in Ruhe.“ Oder: „Ja, es gibt Schwule, aber ich will davon nichts wissen!“ Damit sieht man Unterschiede aber nicht als Stärken.

Unterschiede als Stärke sehen

Vielfalt und Unterschiede sind ein Gewinn für uns und für die ganze Welt. Wenn alle nur gerne Computerspiele programmieren würden und Informatiker sind, dann gäbe es uns nicht mehr, da niemand die Tiefkühlpizza herstellt (Blödes Klischee, ich weiß).

Im Buch „Die 7. Wege zur Effektivität für Jugendliche von Sean Covey“ fand ich folgende Grafik:

Unwissenheit, Abschottung und Vorurteile

Unwissenheit

Oft kennen wir den anderen gar nicht, weil wir uns nicht die Zeit nehmen ihn kennenzulernen. Wir haben den 5. Weg zur Effektivität nicht angewandt. Wenn meine Frau Fahrrad fährt, wundert man sich, warum eine 33jährige Frau so langsam und unsicher Fahrrad fährt. Wenn man sich aber die Zeit nimmt und erfährt, dass sie aus Peru kommt, man dort kein Fahrrad fahren lernt und sie erst mit 30 Jahren in Deutschland Fahrrad fahren gelernt hat, wäre man eher erstaunt, wie gut, sicher und schnell sie schon fährt.

Abschottung

Wenn man gerne mit Leuten abhängt, die man mag ist das kein Problem. Ein Problem wird es, wenn man eine verschworene Gemeinschaft bildet und andere ausgrenzt. In einer Gruppe, die sich nach außen abschottet, ist kein Platz für Vielfalt. Jetzt könnte man denken, dies ist kein Problem. Aber erstens verletzt man damit andere und zweitens verpasst man damit viele Momente zu lernen, zu entdecken und zu wachsen.

Vorurteile

Wir haben Angst vor Menschen mit dunkler Hautfarbe. Warum ist das so? Weil wir Vorurteile haben! Kinder machen keinen Unterschied in der Hautfarbe. Wir bekommen erst Angst vor der Hautfarbe, wenn wir älter werden. Und zwar auch nur, weil wir sie nicht gewohnt sind und zu wenig kennen gelernt haben. Oder weil wir im Fernsehen oft arme schwarze Leute gesehen haben und denken, alle schwarzen Menschen sind arm. Und dann denken wir gleich, dass jemand der arm ist, eher kriminell oder gewalttätig sein könnte.

1 + 1 = mindestens drei

Be einem Kompromiss ist 1 + 1 = 1,5, bei Zusammenarbeit gilt: 1 + 1 = 2. Bei echter Synergie kann die Summe aus 1 + 1 viel höher ausfallen. Unser Unternehmen, die Flip the Classroom OHG, führen wir zu zweit. Wir erstellen zu zwei Erklärvideos, schreiben Mathebücher und halten Vorträge und Workshops, wie man mit Erklärvideos guten Unterricht machen kann. Oft hat einer eine Idee, erzählt sie dem anderen und dieser macht die Idee noch besser. Oder eine erstellt eine Grundpräsentation und der andere ergänzt sie durch Folien, Grafiken, Bildern und Skizzen, so dass die Präsentation mit der Grundidee einen roten Faden bekommen hat. Unsere Präsentationen sind deswegen oft besser, als die Summe unser beiden Teile.

Das funktioniert bei uns, weil wir uns mittlerweile gut kennen und wissen, wo die Stärken und Schwächen des Anderen liegen. Echte Synergie kann nur entstehen, wenn man die Menschen mit denen man zusammenarbeitet gut kennt oder zumindest versteht.

Synergien schaffen

Überleg, Dir bei jedem Problem folgendes:

  1. Welche Wünsche haben die anderen?
  2. Welche Wünsche habe ich?
  3. Welche Lösungen gibt es?
  4. Welche Lösung ist die Beste?

Wenn ihr zum Beispiel zusammen eine Party plant, höre erst einmal den anderen zu, was sie für Vorstellungen und Wünsche an die Party haben. Ist es Ihnen wichtig, dass laute Musik gespielt und getanzt wird? Oder ist Ihnen am Allerwichtigsten, dass das Essen gut ist? Auf was legen sie am Meisten wert? Wenn sie es nicht von sich aus erzählen, dann werde proaktiv und frage danach.

Beschreibe danach deine Wünsche und überlegt dann genau zusammen,, was man alles braucht und wie man es umsetzen könnte. Zum Beispiel könnte man beim Thema Essen folgende Lösungen finden:

  • Man macht sich gemeinsam Gedanken, was man haben will, kauft gemeinsam ein und trifft sich ein paar Stunden vor der Party um es vorzubereiten.
  • Man bestellt Essen bei einem Lieferservice?
  • Man bittet jedem Gast Essen mitbringen?

Überlegt gemeinsam, welche die beste Lösung ist und setzt sie um. Wenn einem der Gruppe Essen sehr wichtig ist, aber ein anderer wenig dazu beisteuern will, weil es ihm nicht wichtig ist, kann man folgendes machen: Derjenige, dem es wichtig ist, erstellt eine Liste, was er gerne auf der Party anbieten möchte und bespricht das mit dem anderen. Dann bestellen sie einen Teil der Speisen bei einem Lieferservice und einen anderen Teil bitten sie Gästen es mitzubringen.

Mach was

Wichtig ist, bei allen Dingen, das man proaktiv an die Sache rangeht. Mach was! Du bist in einer Gruppe gelandet, die dir nicht zusagt und bei der du die Gruppenmitglieder nicht magst. Dann beiß die Zähne zusammen, versuch die anderen zu verstehen und kennenzulernen und gib nicht vorschnell auf.

Richtige gute Teamarbeit ist wie ein gutes Orchester. Jeder kann ein Musikinstrument spielen, aber man konkurriert nicht miteinander. Man macht Pausen, lässt dem anderen Raum sich zu entfalten oder lässt die Musikinstrumente sich entfalten. Wer weiß, vielleicht ist in deinem Team ja jemand dabei, der viel mehr Ideen hat als du und von dem du etwas lernen kannst. Oder jemand hat ein besonderes Talent, das Plakat zu gestalten. Ein anderer hat das Thema schon verstanden und kann tolle Hilfestellung leisten.

Wie gesagt, bleib in der Gruppe, mach das Beste daraus und versuche die anderen kennenzulernen. Geduld und produktives Handeln wird sich auszahlen!

5 Erst verstehen, dann verstanden werden

Vor Kurzem habe ich das das Buch „Die 7. Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zum zweiten Mal gelesen. Die Klarheit und Logik dieses Buches faszinieren mich. Es handelt davon mithilfe von 7.Wegen sein Leben effektiv, also sinnvoll und lohnenswert, zu gestalten. In dieser Reihe beschreibe ich mit Beispielen, wie ich versuche jeden diese 7. Wege in meinem Leben anzuwenden.

Ich habe die Antwort

Der 5. Weg ist der Schlüssel zu echter Kommunikation. Wir hören oft nicht richtig zu, hier direkt ein Beispiel aus dem Buch „Die 7. Wege zu Effektivität für Jugendlich von Sean Covey“:

Hallo, Melissa. Du wirkst irgendwie bedrückt. Was ist denn los?« »Ach, das verstehst du nicht, Lilly. Du hältst mich bestimmt für verrückt.«
»Nein, bestimmt nicht. Erzähl mir, was ist los? Ich bin ganz Ohr!« »Also gut. Weißt du … mit Tim und mir ist das irgendwie nicht so wie früher.«
»Ich hab dir ja gesagt, du solltest die Finger von ihm lassen. Ich wusste, dass das passieren wird.«
»Tim ist nicht das Problem.«
»Hör zu, Melissa. Ich an deiner Stelle würde ihn vergessen und mir jemand anderen suchen.«

»Aber Lilly, das ist doch gar nicht das, was ich dir sagen wollte.«
»Glaub mir, ich weiß genau, wie du dich fühlst. Ich habe letztes Jahr mit Leo dasselbe durchgemacht.«
»Ach, vergiss es, Lilly.«
»Melissa, ich will dir doch nur helfen. Ich will dich wirklich verstehen. Also erzähl weiter. Was wolltest du mir sagen?«

ZACK, hier hast du deine Antwort! Wozu denn richtig zuhören, wenn ich die Antwort schon habe. (Foto aus Die 7 Wege zur Effektivität für Jugendliche von Sean Covey)

Wir sind viel zu schnell mit einer Antwort zur Stelle und hören dem anderen gar nicht richtig zu. Dabei wollen wir helfen, aber sobald wir den Anfang der Geschichte des anderen gehört haben, kommen wir mit der Antwort um die Ecke.

Jeder will verstanden werden

Wir wollen alle verstanden und geschätzt werden. Wir sind einzigartige Individuen mit eigenen Problemen und Gefühlen. Wenn wir diese preisgeben, dann wollen wir, dass man sich individuell um uns kümmert.

Ich hatte als Schüler einen Sportlehrer. Namen will ich hier keine nennen. Aktuell haben wir gerade Feldaufschwung gemacht und ich habe es einfach nicht hinbekommen. Ich war frustriert, Weill 2/3 der Klasse ihn schon konnten, aber ich es immer noch nicht hinbekommen habe. Ich ging zu unserem Sportlehrer und fragt ihn, was ich falsch machen würde und wie ich mich verbessern könnte. Er hat sich keinen meiner Versuche angeschaut, sondern spulte die gesamte Erklärung des Feldaufschwungs nochmal vorn vorne ab. Das hatte er vorher schon erklärt und half mir in dieser Situation gar nicht. Ich hätte gewünscht, dass ich es einmal vormachen kann und der Lehrer mir sagt an welcher Stelle ich einen Fehler mache und wie ich mich verbessern kann.

Zuhören lernt man nie.

Wenn man klein ist, lernt man sprechen. Danach lernt man aufwendig lesen und schreiben. Aber eine Ausbildung im Hören hat keiner von uns. Dabei kann man auch das Hören lernen. Wenn jemand etwas erzählt, hören wir nur selten zu. Wir sind meistens schon dabei, die Antwort zu formulieren, anstatt richtig zuzuhören. Oft tappen wir dabei in eine der fünf Zuhörfallen:

  • Abschalten und an etwas anderes denken
  • Ao tun, als ob man zuhört
  • Nur das hören, was man hören will
  • Ausschließlich auf die Worte hören
  • Alles aus der Ich-Perspektive hören

Selbst, wenn wir mal zuhören, Betrachen wir oft die Welt nur aus dem eigenen Blickwinkel. Wir sagen Dinge wie: „Ich weiß, wie du Dich fühlst. Ich habe das auch schon durchgemacht. In genau deiner Situation war ich auch schon!“ Wir wissen nicht, wie sich der andere fühlt. Wie auch, wir haben ihn ja nicht gefragt. Dabei wäre es das Leichteste auf der Welt. Wenn jemand von seinem Tag erzählt, könnten wir antworten: „Du hast also xy erlebt. Ich habe den Eindruck, das macht dich yz. Oder, wie geht es Dir damit?“

Häufig erzählen auch zwei Personen nebeneinander her. Der eine erzählt von seinem Beziehungsproblemen und der andere erwidert nur: „Oh Gott, das ist ja blöd. Bei mir war es ja ….“ Zwei Menschen erzählen sich ihre Probleme, aber niemanden hört dem anderen richtig zu. Man will nur seine eigenen Probleme loswerden oder vielleicht den anderen übertrumpfen, nach dem Motto: „Du denkst deine Beziehung ist schlecht, jetzt hör aber mal meine an.“

Zuhören kann man lernen

Beim Zuhören muss man nur ein paar Regeln befolgen, dann ist es gar nicht so schwer:

1. Hör nicht nur auf die Worte, sondern auch auf die Emotionen

Viele Problem werden nicht nur durch Worte, sondern auch durch Tonfall und Körpersprache, also sprich durch die Emotion transportiert. Leider kann man durch Messengerdienste, wie WhatsApp oder Instagram Emotionen nur sehr schlecht übermitteln. Die Emojis sind dafür leider nur ein schlechter Ersatz.

2. Versetz Dich in den anderen hinein

Man nennt diese Fähigkeit auch oft Empathie. Dabei meint man, dass man versucht, in die Rolle des anderen hineinzuschlüpfen und die Welt und deren Probleme versucht aus seiner Sicht zu sehen. Meine Frau kommt aus Peru. Dort sind viele Dinge anders als hier in Deutschland. Zum Beispiel lernt man dort kein Fahrradfahren. Sie hat es erst mit 30 Jahren gelernt, als sie nach Deutschland kam. Dementsprechend ist sie unsicherer als ich. Sie ist zwar mittlerweile sicherer, aber wenn sie mit dem Fahrrad im Autoverkehr fährt, hat sie immer noch Angst und fährt langsamer. Hier bringt es nix, wenn ich mit Sätzen komme, wie: „Stell Dich nicht so an. Fahr einfach schneller, die tun Dir schon nichts. Aber ich kenne dein Problem: Als kleines Kind hatte ich das Problem auch.“ Ich muss versuchen, sie zu verstehen und könnte sagen: „Du fühlst Dich also unsicher beim Fahren, wenn Autos dabei sind und hast Angst. Was können wir denn dagegen tun?“

3. Spiegele die Worte und Emotionen des anderen

Es ist ganz einfach.

Gib die Worte und die Emotionen des anderen mit anderen Worten wieder.

Höre nicht nur auf die Worte und plappere diese nach, sondern versuche zu Emotion des anderen dabei zu fühlen und gib diese Emotion und den Inhalt wieder. Verwende dabei nicht exakt dieselben Wörter wie dein Gesprächspartner, sondern sage es mit Deinen eigenen Worten.

Formulierungen, die Dir helfen

Das Ziel ist also, mit eigenen Worten zu wiederholen, was der andere sagt und fühlt. Dabei können Dir gerade am Anfang folgende Formulierungen helfen:

  • „Du hast also das Gefühl, dass…..“
  • „Wenn ich es richtig verstanden habe, gehst es Dir also ….., weil du … erlebt hast.“
  • „Du meinst also, dass ….“
  • „Dich verärgert also, dass ich …. mache.“
  • “ Du bist also wegen …. traurig.“

Der einfachste Weg

Dieser 5. Weg der 7. Wege ist der einfachste Weg, also der Weg den du am Einfachsten im Alltag anwenden kannst. Probier es doch gleich mal in deinem nächsten Gespräch aus. Höre genau so, was der andere erzählt. Höre ihm zu und verstehe ihn. Erst nachdem du ihn verstanden hast, kannst du mit deinen Vorschlägen, Ideen oder auch Probleme kommen. Denke daran:

Erst verstehen, dann verstanden werden

4 WIN-WIN-DENKEN

Vor Kurzem habe ich das das Buch „Die 7. Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zum zweiten Mal gelesen. Die Klarheit und Logik dieses Buches faszinieren mich. Es handelt davon mithilfe von 7.Wegen sein Leben effektiv, also sinnvoll und lohnenswert, zu gestalten. In dieser Reihe beschreibe ich mit Beispielen, wie ich versuche jeden diese 7. Wege in meinem Leben anzuwenden.

Bei den ersten drei Wegen (Proaktiv sein, Schon am Anfang das Ende im Sinn zu haben, Das Wichtigste zuerst zu tun) ging es um deinen ganz persönlichen Erfolg. Bei den Schritten 4 – 6 geht es um den Erfolg im Team. Alle Wege bauen aufeinander auf. Nur wenn du gut mit Dir selbst umgehst, kannst du auch ein guter Teamplayer sein. Deshalb kommt dein persönlicher Erfolg vor deinem Erfolg im Team. Konkret heißt das:

Dein Erfolg im Team baut auf deinem persönlichen Erfolg auf!

WIN-LOSE-DENKEN

Unser Gesellschaft ist auf das WIN-LOSE-Denken geprägt. Wenn einer gewinnt, dann muss der andere verlieren. Hier ein paar Beispiele:

  • Beim Fußball gewinnt eine Mannschaft, die andere verliert.
  • Beim „Mensch-Ärger-Dich-nicht“ – Brettspiel gewinnt einer und alle anderen verlieren.
  • Bei der Mathe-Preisverleihung beim Abitur gewinnt einer einen Preis und alle anderen gehen leer aus.
  • Bei der Wahl zum besten Verkäufer des Jahres, gewinnt einer und alle anderen gehen leer aus.
  • Man lenkt seinen Nachbarn ab, weil man selber im Unterricht nicht mitkommt, nach dem Motto: Wen ich es nicht verstehe, dann soll er es auch nicht verstehen.
  • Beim Bowling mit meiner Frau, gewinne ich und sie verliert. 😉

WIN-LOSE-DENKEN ist eine Lebenseinstellung, die besagt: Der Erfolgskuchen hat nicht viele Stücke. Und je größer das Stück ist, das du abbekommst, desto weniger bleibt für mich. WIN-LOSE-DENKEN stehe für Konkurrenzdenken.

Schäm Dich nicht, wenn du auch so denkst. Wir werden dazu erzogen nach dieser Lebenseinstellung zu leben. In der Grundschule sehen wir, dass beim Sportwettkampf nur die ersten drei Sieger einer Disziplin einen Preis bekommen und alle anderen verlieren.

Das letzte Beispiel der übrigen Aufzählung zeigt deutlich, dass diese Regeln nicht förderlich für unsere Beziehung sind. Ich bin besser im Bowling als meine Frau. Uns beiden macht Bowling generell Spaß, aber wenn sie immer verliert, macht es ihr immer weniger Spaß

Wir zählen jetzt nicht mehr unsere Einzelpunktzahlen, sondern spielen ein Set gemeinsam und versuchen unseren Score vom letzten Spiel zu schlagen. So haben wir ein gemeinsames Ziel, motivieren uns gegenseitig und freuen uns zusammen, wenn wir das Ziel erreicht haben. Es macht uns beiden mehr Spaß und wir werden gemeinsam immer besser. Wir haben das Spiel nur ein bißchen geändert und haben aus dem WIN-LOSE-DENKEN ein WIN-WIN-DENKEN gemacht.

WIN-WIN-DENKEN

Bei dieser Denkweise gewinnen beide Menschen bzw. beide Parteien. Es muss keiner verlieren, sondern alle können gewinnen. Mir sind andere wichtig. Ich will, dass es dir gut geht und du Erfolg hast. Aber ich will auch, dass es mir gut geht und ich auch erfolgreich bin.

Wofür leben wir, wenn nicht dafür, uns gegenseitig das Leben leichter zu machen.

George Eliot alias Mary Ann Evans, Schriftstellerin

Das WIN-WIN-DENKEN beruht auf der Überzeugung, dass es keine Rolle spielt, wer das größte Stück vom Kuchen abbekommt – es ist mehr als genug Kuchen für alle da. Es gibt Erfolg im Überfluss und jeder von uns kann Erfolg haben. Aber dazu muss man Mechanismen aufbauen, wie ich mit meiner Frau beim Bowling.

Anstatt bei seinen Kindern im Wettkampf zu vergleichen, wer zum Beispiel schneller im 1000m-Lauf ist, könnt man vergleichen, wer sich von Woche zu Woche mehr gesteigert hat. Auch Lehrer könnten theoretisch überlegen, ob sie das eher bewerten als die absolute Leistung.

So erreichst du ein WIN-WIN-DENKEN

Du ahnst es sicherlich schon: Um selber eine WIN-WIN-Einstellung zu bekommen, muss man zuerst an sich selber ran. Man braucht persönlichen Erfolg um sich auch über die Erfolge der anderen zu erfreuen. Man muss die ersten drei Schritte (Proaktiv sein, Schon am Anfang das Ende im Sinn zu haben, Das Wichtigste zuerst zu tun) verinnerlicht haben und im Leben anwenden. Nur dann kann man sich auch über die Erfolge der anderen freuen. Nur dann kann man ein hohes Selbstwertgefühl aufbauen.

Außerdem muss man aufhören sich zu Konkurrieren und zu Vergleichen.

Konkurrieren

Konkurrenz ist generell nichts Schlechtes. Ohne Wettbewerb würden wir nie erfahren, was alles in uns steckt. Aber Wettbewerb hat eine helle und eine dunkle Seite. Er ist super, wenn er uns zu Höchstleistungen anstachelt. Aber wenn unser Selbstwert davon abhängig ist, dass ich gewinne und andere verlieren, ist er kontraproduktiv.

Wir sollten uns immer nur mit uns selber vergleichen. Wenn du in Mathe immer nur 5er schreibst, dann ist es ein großer Erfolg, wenn du jetzt eine 3-4 hast. Du selber bist der Maßstab. Also messe und vergleiche dich mit Dir selber. Wir sollten aufhören um Freunde, Ansehen, Erfolg oder Beliebtheit zu konkurrieren. Lasst uns stattdessen lieber das Leben genießen.

Vergleichen

Vergleiche deine 3-4 nicht mit deiner Freundin, die immer eine 2 schreibt. Du bist selber besser geworden. Es ist egal, wie gut deine Freundin ist. Höre auf dich zu vergleichen.

Wir haben alle gute und schlechte Momente. Manchmal fühlen wir uns unterlegen und manchmal sind wir anderen überlegen. Dazu gehört aber auch, dass wir nicht auf jeden Zug aufspringen müssen, wen er uns nicht interessiert.

Wenn deine sogenannten Freunde immer ihre neuesten Outfits auf WhatsApp oder Instagram posten, du Dich aber nicht für Mode interessierst, dann brauchst du keine Bilder von Dir und deinem Outfit zu posten. Du brauchst Dir keine neuen Klamotten kaufen um dazuzugehören. Wenn deine sogenannten Freunde auf Dich herunterschauen, weil Du dich nicht für Mode und deine Klamotten interessierst, dann denk immer daran: Sie messen ihren Erfolg nur, in dem sie sich vergleichen. Sie haben wahrscheinlich kein hohes Selbstwertgefühl und nicht genug persönlichen Erfolg. Da du aber mittlerweile ein hohes Selbstwertgefühl hast und Dich nicht vergleichen brauchst, ist Dir das <hoffentlich> egal.

WIN-WIN oder KEIN GESCHÄFT

Wenn du es nicht schaffst mit deinem Freund oder Freundin eine WIN-WIN-BEZIEHUNG aufzubauen, dann solltet ihr besser die Beziehung auflösen und getrennte Wege gehen.

Es gibt ja generell noch die zwei Möglichkeiten LOSE-WIN oder LOSE-LOSE. Beide Möglichkeiten sind aber nicht zu gebrauchen.

LOSE-WIN

Du lässt auf Dir herumtrampeln und gibst lieber nach, als Dich zu streiten. Bei der Beziehung mit deinem Freund oder Freundin ziehst du immer den Kürzeren und ihr redet zum Beispiel nie über Deine Interessen oder macht was Dir gefällt. Es ist klar, dass diese Einstellung nicht förderlich ist.

LOSE-LOSE

Weil Dein Freund oder Freundin sich nicht wirklich Dich interessiert und Dich nur als Fußabtreter benutzt, zahlst du es ihr oder ihm mit gleicher Münze heim. Nach dem Motto: Wenn es mir wegen Dir schlecht geht, dann soll es Dir auch schlecht gehen. Es ist wohl klar, dass diese Einstellung eine Abwärtsspirale ist.

WIN-WIN fühlt sich einfach gut an. Deswegen ist es von allen fünf Möglichkeiten (WIN-WIN, WIN-LOSE, LOSE-WIN, LOSE-LOSE, KEIN GESCHÄFT) die Beste. Strebe diese Möglichkeit immer an. Und wenn es nicht möglich ist, dann nimm besser die Möglichkeit KEIN GESCHÄFT, als dass du dich zu den anderen drei Alternativen verleiten kannst.

Sei der bessere Mensch, mit einem hohen Selbstwertgefühl, vergleiche dich nur mit Dir selbst und freue Dich für die Erfolge deiner Freunde!


Danke für das Lesen des Artikels. Mich würde von Dir folgendes interessieren:

Gibt es Bereiche, in denen Du Dich mit anderen vergleichst oder in welchen Bereichen bist du am Meisten in Gefahr, Dich mit anderen zu vergleichen?

Glückliches Leben durch finanzielle Freiheit

Mal gleich vorweg: Natürlich kann man ein glückliches Leben auch ohne Geld haben! Aber man kann ein unglückliches Leben haben, weil man kein Geld und statt dessen Geldsorgen hat.

Geld sollte nicht die Sache sein, die einem von einem glücklichen Leben abhält. Man kann das Thema Geld aber aus der Welt schaffen. Man kümmert sich einmal richtig darum, damit man sich sein ganzes Leben nicht mehr darum kümmern muss. Damit man sein ganzes Leben Zeit hat, dass zu machen, was einem glücklich macht. Damit man ein glückliches Leben hat. Also scheuen wir uns Geld und den Begriff finanzielle Freiheit mal genauer an:

Finanzielle Freiheit

Googelt man nach dem Begriff finanzielle Freiheit, dann ist der erste Beitrag ein Artikel der Seite von Bergfürst.de. Dort findet man folgendes Zitat:

Jeder, der finanzielle Freiheit anstrebt, muss seine Finanzen und die damit verbundenen Risiken selbst in die Hand nehmen und entscheiden, wie er unabhängig von Institutionen, dem Staat und Unternehmen eigene Einkommensquellen aufbauen kann.

https://de.bergfuerst.com/ratgeber/finanzielle-freiheit

Es geht also darum eine Einkommensquelle aufzubauen, die nicht mehr an die eigene Leistung und Zeit gekoppelt ist. Ein aufgebautes System, die Immobilienmiete, die Aktiendividende arbeitet für mich. Ich erhalte also jeden Monat Geld aus meinen Unternehmen oder meinen Investitionen ohne dass ich dafür noch etwas tun müsste. Dies nennt man passives Einkommen.

Aktives vs. passives Einkommen

Jeder Arbeitnehmer hat ein aktives Einkommen. Das aktive Einkommen ist an seine Zeit gebunden. Das Einkommen hat damit automatisch ein Limit. Machen wir hierzu ein Beispiel:

Du arbeitest bei Mc Donalds und wir nehmen folgende Eckdaten an:

  • Du bekommst einen Stundenlohn von 10€/Stunde.
  • Du arbeitest 7 Tage die Woche
  • Du brauchst am Tag nur 4h Schlaf. Du arbeitest also 20h am Tag.
  • Der Monat hat 30 Tage.

Damit würdest du10 €/h * 20h * 30 = 6000 € verdienen. Jetzt denkst du vielleicht: Das ist gar nicht schlecht. 😉 Aber das ist das äußerste Maximum. Es ist nicht mehr möglich mehr zu arbeiten. Dein aktives Einkommen hat also ein Limit.

Generell berechnet sich das aktive Einkommen immer mit folgender Gleichung:

Aktive Einkommen = Stundenlohn * Arbeitszeit.

Deinen Stundenlohn kannst du durch Weiterbildung erhöhen und theoretisch immer weiter steigern. Deine Arbeitszeit kann nicht weiter gesteigert werden.

Das passive Einkommen ist unabhängig von deiner Arbeitszeit. Hast du zum Beispiel eine bestimmte Menge an Geld zu einem bestimmten Zinzsatz angelegt, dann berechnet sich dein passives Einkommen mit folgender Gleichung:

Passives Einkommen = Angelegtes Geld * Zinzsatz

Machen wir auch hier ein Beispiel. Nehmen wir folgende Eckdaten:

  • Du hast 100.000 € angelegt.
  • Du hast einen, wie ich finde, durchaus realistischen Monatzzinssatz von 0,5 %.

Dann wurdest du jeden Monat 100.000 € * 0,005 = 500 € verdienen. Und zwar ohne, dass du für dieses Einkommen Zeit aufbringst. Dein Geld arbeitet für Dich. Du hast es investiert und Dir dadurch ein passives Einkommen geschaffen.

In diesem Blog lernst du, wie du Dir ein passives Einkommen generieren kannst. Im Wesentlichen geht es dabei um die drei folgenden Schritte, die ich von Madame Moneypenny geklaut habe:

  1. Geld verdienen
  2. Geld sparen
  3. Geld vermehren

90% aller Deutschen können nur den ersten Schritt, also Geld verdienen. In diesem Blog lernst du, wie du Geld sparen und Geld vermehren kannst, um Dir ein passives Einkommen zu generieren.

Mit 40 in Rente

In dem Buch „Rente mit 40: Finanzielle Freiheit und Glück durch Frugalismus“ beschreibt Florian Wagner sein Ziel mit 40 Jahren finanziell unabhängig zu sein. In seinem Buch erklärt er, wie er seine Lebensqualität durch bewussteren Konsum steigert, wie er seine Ausgaben effektiv kontrolliert und wie man sein Leben mehr nach seinen eigenen Vorstellungen ausrichten kann.

Der Titel ist absichtlich provokant gewählt. Geht man rein nach dem Motto des Titels heißt es, dass ab dem 40. Lebensalter mein passives Einkommen meine Ausgaben übersteigt und ich jetzt nicht mehr für Geld arbeiten müsste. Ich könnte also buchstäblich in Rente gehen, nichts mehr machen, nur noch am Strand liegen und faulenzen.

Rente erst mit 67? Nicht mit mir 🙂

Darum geht es mir aber in diesem Blog nicht. Mir geht es darum, dass man durch finanzielle Freiheit ein glückliches Leben führt. Und zwar nicht erst später, sondern schon JETZT.

Glückliches Leben

Finanzielle Freiheit bedeutet rein theoretisch also, dass das passive Einkommen die Ausgaben übersteigt. Für mich bedeutet aber finanzielle Freiheit was anderes. Für mich ist es die Basis für ein glückliches und selbstbestimmtes Leben. Wenn man genug Geld angespart hat, so dass man ein paar Jahre aus seinem Beruf aussteigen könnte, dann bedeutet das für mich schon finanzielle Freiheit. Durch das Geld habe ich die Freiheit mein Leben selbst zu bestimmen.

Und es gibt viele Gründe warum man aus seinem Beruf für einige Zeit aussteigen möchte:

  • Du möchtest eine Weile auf Reisen gehen und die Welt entdecken.
  • Du möchtest Dich fortbilden und einen anderen Beruf ergreifen.
  • Du möchtest mehr Zeit mit deiner Familie verbringen.
  • Du möchtest eine selbstständige Tätigkeit ausprobieren.

Für einige Punkte musst du aus deinen Beruf auch nicht direkt aussteigen. Du kannst zum Beispiel Teilzeit arbeiten. Ich arbeite zum Beispiel nur noch zu 75% um mehr Zeit für meine Selbstständigkeit zu haben. Durch ein gutes finanzielles Polster weiß ich, dass ich das kann, selbst wenn die Selbständigkeit mal kein Geld abwerfen sollte. Ich führe dadurch ein glücklicheres Leben, als mit einer 100% Stelle. Die finanzielle Freiheit gibt mir die Sicherheit für ein glückliches Leben.


Danke für das Lesen des Artikels. Mich würde von Dir folgendes interessieren:

Wenn du nur noch 50% arbeiten müsstest, was würdest du aus der Zeit machen?

3 Das Wichtigste zuerst machen

Vor Kurzem habe ich das das Buch „Die 7. Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zum zweiten Mal gelesen. Die Klarheit und Logik dieses Buches faszinieren mich. Es handelt davon mithilfe von 7.Wegen sein Leben effektiv, also sinnvoll und lohnenswert, zu gestalten. In dieser Reihe beschreibe ich mit Beispielen, wie ich versuche jeden diese 7. Wege in meinem Leben anzuwenden.

3 Das Wichtigste zuerst machen

Viele werde jetzt sagen: „Das ist doch klar, das mache ich doch schon!“ Aber viele verwechseln dabei WICHTIG mit DRINGEND! Im Internet habe ich nach einem passenden Bild für diesen Beitrag gesucht und dieses gefunden. Das ist ein typisches Beispiel, das man oft denkt, das Wichtigste ist auch das Dringendste. Aber das ist ein Trugschluss.

Dieses Bild spiegelt den typischen Fehler unserer Gesellschaft dar. Nicht immer ist das, was dringend ist auch wichtig!

Ein konkretes Beispiel: Etwas das als Dringend empfunden wird, ist häufig das Klingeln des Smartphones, sei es wegen eines Anrufs oder einer Nachricht. Ich kenne wenige, die ihr Smartphone ausschalten oder in den „Nicht stören“-Modus schaltet, wenn sie sich mit jemand anderem treffen. Viele gehen, obwohl sie in einem persönlichen Treffen sind, an das Smartphone ran und lassen denjenigen mit dem sie sich persönlich getroffen haben warten. Das ist unhöflich. Das Telefonat kann eher warten, als das persönliche Treffen. Das Smartphone mag vielleicht dringend erscheinen, ist aber nicht wichtig. Das persönliche Treffen schon.

Kurze Zusammenfassung

Im ersten Weg haben wir gelernt, dass wir proaktiv sein müssen. Wir sind unseres eigenen Glückes Schmied und müssen die Dinge selbst in die Hand nehmen.

Im zweiten Weg ging es darum, selbst festzulegen, was für einen das Wichtigste im Leben ist.

Der Dritte Weg ist die proaktive Umsetzung des zweiten Weges. Im zweiten Schritt haben wir festgelegt, was uns wichtig ist! Dies müssen wir jetzt umsetzen.

Wichtig und Dringend

Man kann im Endeffekt alle Tätigkeiten in zwei Kategorien einteilen: „Wichtig“ und „Dringend“. Damit ergeben sich vier Felder.

Mit den Dingen aus Quadrant 2 solltest du die meiste Zeit verbringen. Viele Menschen machen genau das nicht.

Dinge im 1. Quadrant (oben rechts) sind wichtig und dringend. Für viele Lehrer ist dies den Unterricht für den nächsten Tag planen. Dies ist dringend, aber nicht zwangsläufig wichtig (Wenn es eine Lehrprobe ist, dann wäre es wichtig). Aber ansonsten ist es auch kein Beinbruch, wenn eine Unterrichtsstunde nicht perfekt geplant ist. Die Klassenarbeit für den nächsten Tag fertig machen ist wichtig und dringend. Machst du hier einen Fehler, dann zieht es weitere Probleme nach sich.

Man sollte vorallem Dinge aus dem 2. Quadrant (oben rechts) machen. Diese sind wichtig, aber nicht dringend. Hier stehen oft die Dinge, die man im zweiten Weg für sich als wichtig festgelegt hat. Also zum Beispiel:

  • Mehr Zeit zu zweit mit meinem Partner verbringen
  • Mehr Zeit mit meinen Kindern verbringen
  • Sport zu machen
  • Bücher zu lesen
  • Sich selber weiterzubilden

Dieses sind die wichtigsten Dinge, die aber oft vernachlässigt werden, weil man noch was vermeintlich wichtiges für die Arbeit machen muss. Dies ist aber selten wichtig, sondern nur dringend.

Dinge im 3. Quadrant sind dringend, aber nicht wichtig. Viele Menschen machen oft Dinge aus diesem Quadranten und denken dabei, dass es sich um Dinge aus dem 1. Quadranten handelt. Viele Arbeitnehmer fangen am Morgen als Erstes an ihre E-Mails zu beantworten. E-Mails können zwar manchmal dringend sein, sie sind aber nie so wichtig, als dass man sie direkt am Anfang machen sollte.

Im 4. Quadrant sind dann die unwichtigen und nicht dringenden Dinge. Also Fernsehen schauen, Facebook, Instagram, etc.

Der Wochenplan

Mein Tipp ist es, sich einen Wochenplan zu machen. Die Dinge, die für einen wichtig sind, trägt man sich fest in diesen Plan ein. Da kann man dann zum Beispiel einen festen Tag vereinbaren, an dem man immer etwas mit dem Partner oder den Kindern macht. Man kann genau notieren, an welchen Tag man welchen Sport macht. Auch wenn es auf den ersten Blick albern erscheint, kann man sich feste Tage und Zeiten einplanen, in denen sich weiterbildet, indem man zum Beispiel ein Buch liest.

Es ist dann aber entscheidend, dass man diese Dinge auch wirklich als Erstes macht und sie nicht aufschiebt. Am Besten fängt man mit einer Sache an, zum Beispiel, dass man sich einen Tag vornimmt, an dem man immer etwas mit dem Partner macht und sich dann auch wirklich daran hält.

Konkret

Für Lehrer

Oft sitzt man am Abend da und will noch die Unterrichtsstunde für den nächsten Tag fertig machen. Eigentlich hatte man sich vorgenommen noch mit einem Freund Sport zu machen, aber man sagt dies wegen der Unterrichtsvorbereitung ab. Dies sollte man nicht tun. Lieber macht man etwas mit seinem Partner, geht zum Sport oder frönt seinem Hobby und die nicht perfekt geplante Unterrichtsstunde am nächsten Tag ist dann auch kein Beinbruch. Probiert es aus und ihr werdet überrascht und begeistert sein, wie gut manchmal nicht perfekt geplante Stunden werden können.

Als Schüler

Mathe ist nicht dein Fach, aber du hast Dir dieses Jahr vorgenommen eine „Zwei“ zu schreiben. Dann plane jede Woche an den Abenden vor den Tagen der nächsten Mathestunde feste Zeiten ein, in denen du den Mathestoff der letzten Stunde wiederholst. In der nächsten Stunde kannst du dich dann viel öfters melden, machst damit einen guten Eindruck und kommst auch besser mit.

Bei unserem Unternehmen Flip the Classroom

Wir treffen uns einmal die Woche. Am Anfang dieses Tages reden wir kurz über die Dinge, die wir machen wollen. E-Mails beantworten steht immer auf der Liste, kommt aber bewusst ganz nach hinten. Und wenn wir am Ende keine Zeit mehr dafür haben, ist dies auch kein Beinbruch. Schlimmer wäre es, wenn wir am Anfang ausführlich die E-Mails beantwortet hätten und dann keine Zeit mehr für unsere wichtigen Projekte, wie Erklärfilme drehen oder Bücher schreiben gehabt hätten.

Fazit

Deine wichtigsten Dinge ergeben sich aus dem Schritt 2. Nimm Dir am Anfang nicht zu viel vor. Ein oder zwei wichtige Dinge reichen. Lege diese aber dann in einem Wochenplan fest und halte sie auch ein. Nach einiger Zeit ergibt sich dann eine Routine und es wird dir viel leichter fallen, diese Dinge zu machen. Du wirst sehen: Wenn du regelmäßig die wichtigen Dinge tust, macht das einen enormen Unterschied und wird dein Leben bereichern.

  • Überlege, ob es in deinem Leben Dinge gibt, die du für wichtig hälst, aber die in Wirklichkeit nur dringend sind.
  • Stelle diese Matrix für Dich auf und notiere in die Felder, was für Dich wichtig bzw. dringend ist.
  • Sag uns deine Meinung: Hälst du das Konzept für sinnvoll?

2 Am Anfang schon das Ende im Sinn haben

Vor Kurzem habe ich das das Buch „Die 7. Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zum zweiten Mal gelesen. Die Klarheit und Logik dieses Buches faszinieren mich. Es handelt davon mithilfe von 7.Wegen sein Leben effektiv, also sinnvoll und lohnenswert, zu gestalten. In dieser Reihe beschreibe ich mit Beispielen, wie ich versuche jeden diese 7. Wege in meinem Leben anzuwenden.

2 Am Anfang schon das Ende im Sinn haben

Hier rät Covey am Anfang des Kapitel ein sehr interessantes, aber durchaus schwieriges und eventuell makaberes Gedankenexperiment. Führt man dieses aber konsequent durch, dann hat man den 2.Weg schon umgesetzt:

Stell Dir Dein eigenes Begräbnis vor. Dazu kommt jeweils mindestens einer aus deiner Familie, deinem Freundeskreis, deiner Arbeit, Deinem Verein, usw. ans Rednerpult. Was würdest Du Dir wünschen, dass sie jeweils von Dir erzählen?

Was würdest Du Dir wünschen, dass deine Freunde von Dir erzählen?

Setz Dich jetzt am Besten an einen ruhigen Ort und denk mindestens 10 Minuten darüber nach. Noch besser wäre es, wenn du gleich deine Gedanken auf Papier bringst.

Es geht darum, dass du dir überlegst, wohin du willst und was dir im Leben am Wichtigsten ist. Du bildest dir damit deine Richtlinien im Leben. Dies sind deine Glaubenssätze an die du dich immer halten kannst, wenn Entscheidungen anstehen. Dadurch werden dir Entscheidungen im Leben einfacher fallen.

All diese Richtlinien bilden zusammen dein Leitbild. Es leitet Dich bei Entscheidungen. Wenn eine Entscheidung ansteht, kannst du immer überprüfen, ob diese zu deinen Richtlinien passt. Die zugehörigen Handlungen und Entscheidungen musst du dann natürlich immer noch proaktiv umsetzen. (siehe Weg I)

Dein Leitbild ist nicht in Stein gemeißelt. Du kannst, sollst und wirst es dein ganzes Leben verändern und anpassen. Zum Beispiel ändert es sich sicher, wenn du beschließt eine feste Beziehung einzugehen oder Vater bzw. Mutter wirst.

Deswegen mein Tipp:

Fang noch heute mit deinem Leitbild an. Dieses kannst du dann immer wieder erweitern oder Richtlinien streichen. Der Prozess ist dabei genauso wichtig, wie das Endergebnis!

Mögliche Richtlinien könnten beispielsweise sein:

  • Ich will mich ein Leben lang weiterentwickeln.
  • Meine Kinder sind mir das Wichtigste. Wichtiger als die Arbeit und das will ich Ihnen auch zeigen.
  • Ich will mich 2h pro Woche ehrenamtlich engagieren.
  • Ich will meine Kinder nie anschreien.
  • Ich will meiner/m Frau/Mann immer zuhören und versuchen sie/ihn zu verstehen.
  • Ich werde nie mit dem Klavier spielen aufhören.
  • Ich will jedes Jahr eine Fernreise machen.
  • Meinem/r Vater/Mutter werde ich immer verständnisvoll begegnen.

Konkret

Du hast bei den Beispielen gemerkt, dass es verschiedenen Richtlinien für die Rollen gibt, die du im Leben inne hast. Und deswegen kannst du Dir auch in deiner Rolle als Lehrer, Schüler oder wir als „Flip the Classroom“ Richtlinien setzen.

Als Lehrer

  • Ich werde meine Schüler nie unfair behandeln.
  • Ich werde Ihnen meine Gründe für Entscheidungen immer ehrlich darlegen.
  • Wenn ich mal Mist gebaut habe, werde ich das ehrlich zugeben. Denn ich will meinen Schülern gegenüber ein Vorbild sein.
  • Ich will meine Schülern mit Respekt behandeln.

Als Schüler

  • Ich will im Zeugnis in dem Fach eine „1“ (oder eine andere Note) haben. (Du kannst alles erreichen. :-))
  • Ich will mir zwei Fächer aussuchen, die mir besonders wichtig sind und mich dort reinhängen.
  • Ich will fit und aktiv sein und gut aussehen. Deswegen bin ich mindestens drei Mal die Woche sportlich aktiv.
  • Ich will mich dieses Jahr in einer AG engagieren.
  • Ich will immer ein guter Freund sein, egal was auch passiert.

Bei unserem Unternehmen Flip the Classroom

  • Wir wollen jedes Video sehr verständlich gestalten.
  • Wir wollen uns ständig verbessern.
  • Qualität ist uns wichtiger als Quantität.
  • Die Erklärvideos auf unserer Homepage sollen kostenfrei bleiben.
  • Wir werden menschliche Probleme im Team immer ansprechen und uns versuchen in die Situation des anderen hineinzuversetzen um eine gute Lösung zu finden.

FAZIT

Man muss sich überlegen, was einem selbst wichtig ist. Dann kann man daran seine Entscheidungen orientieren. Setze dich jetzt hin und fang an ein paar Dinge aufzuschreiben. Das Wichtigste ist damit anzufangen!!! Du kannst später immer noch Sachen streichen, ändern oder ergänzen. Wie man es dann schaffst, das was einem wichtig ist, auch wirklich im Leben umzusetzen, darum geht es in Schritt III.

  • Was ist für dich im Leben wichtig?
  • Was würdest du dir wünschen, dass andere in (hoffentlich) ferner Zukunft an deinem Begräbnis sagen?

1 Proaktiv handeln

Vor Kurzem habe ich das das Buch „Die 7 Wege zur Effektivität“ von Stephen R. Covey zum zweiten Mal gelesen. Die Klarheit und Logik dieses Buches faszinieren mich. In dieser Reihe beschreibe ich mit Beispielen, wie ich versuche jeden der 7 Wege in meinem Leben anzuwenden.

1 Proaktiv handeln

Jeder kennt das Wort aktiv. Aber was heißt proaktiv? Vielleicht kann man es provokant so zusammenfassen:

Aktive Menschen machen viel, proaktive Menschen machen das Richtige!

Dabei ist das Richtige für jeden Menschen unterschiedlich. Es geht dabei viel mehr darum, das „Für sich Richtige“ zu machen.

Definition

Covey bezieht sich in seiner Definition von Proaktivität auf Viktor Frankl.

Frankl entwickelte das Prinzip der Proaktivität, das weit mehr bedeutet, als einfach nur aktiv zu sein. Als Menschen sind wir selbst für unser Leben verantwortlich. Unser Verhalten leitet sich von unseren Entscheidungen ab, nicht von den gegebenen Bedingungen.

Konkret

Konkret bedeutet das meiner Meinung nach folgendes:

  1. Wir können uns überlegen, was wir im Leben wollen und dann proaktive Entscheidungen und Handlungen ausführen um dies zu erreichen.
  2. Wir sind selbst für unsere Reaktionen verantwortlich. Die tierische Reaktion ist vom Reiz gesteuert. Sie ist reaktiv. Die menschliche Reaktion ist es nicht! Wir haben bei jedem Reiz die Freiheit zu wählen, wie wir darauf reagieren.
  3. Wir tragen unser eigenes Wetter mit uns! Reaktive Menschen werden von Gefühlen und äußeren Umständen getrieben. Wenn die Sonne scheint, geht es Ihnen gut, wenn es regnet, geht es Ihnen schlecht. Proaktive Menschen können selst entscheiden, ob für sie die Sonne scheint oder nicht, also ob sie schlecht drauf sind oder nicht.

Reaktive Menschen werden von Gefühlen und äußeren Umständen getrieben. Proaktiv Menschen überlegen sich selbst, was sie im Leben wollen und richten Ihre Handlungen danach aus.

Allgemeine Beispiele für Sätze, die reaktive Menschen sagen würden:

  • Ich bin stur, mein Großvater und mein Vater waren auch schon stur, das habe ich halt geerbt.
  • Meine Eltern haben mich so erzogen. Daran kann ich nichts ändern. Das ist jetzt so.
  • Wegen meinem Chef muss ich immer nervige Aufgaben erledigen. Würde er mir bessere Aufgaben übertragen, dann würde es mir viel besser gehen.

Allgemeine Beispiele für Sätze, die proaktive Menschen sagen würden:

  • Ich kann meine Gefühle selbst beeinflussen.
  • Wenn mir etwas wichtig ist, dann kann ich das auch erreichen.
  • Ich habe einen Einflussbereich. Und in dem kann ich etwas verändern!

Konkrete Beispiele

Als Lehrer

Du hast z.B. einen schrecklichen Stundenplan mit vielen Hohlstunden. Du könntest die Schuld auf den Schulleiter oder den Stundenplaner schieben und diese mit dem Problem konfrontieren. Oder du gehst proaktiv an die Sache heran und schaust dir die Stundenpläne deiner Kollegen an. Dabei versuchst du einen Tauschpartner zu finden und wendest dich dann direkt mit einer Lösung des Problems an den Schulleiter bzw. Stundenplanmacher.

Als Schüler

Du bist in einem Fach z.B in Mathe nicht gut? Du könntest sagen:

  • Ich war noch nie gut in Mathe.
  • Der Lehrer erklärt schlecht.
  • Meine Mutter/Vater war nicht gut in Mathe, das hat sich vererbt.

Oder du wirst proaktiv!

Du kannst selbst etwas verändern! Fang dabei im Kleinen an. Bereite Dich auf die nächste Stunde vor, indem du die letzte Stunde wiederholst, die Hausaufgaben und eventuell noch ein paar Zusatzaufgaben machst. Zeige diese Aufgaben deinem Lehrer, sag ihm du willst besser werden in Mathe und frag ihn, ob er es korrigieren kann.

Was wird passieren?

Du wirst das aktuelle Thema und auch das nächste Thema besser verstehen. Du kannst Dich deswegen vielleicht auch häufiger melden. Der Lehrer wird dich dadurch und weil du ihm gegenüber deine Absicht besser zu werden bekundet hast, plötzlich anders wahrnehmen.

Mache dieses Vorgehen nicht jede Stunde, aber ab und zu und ich kann Dir versprechen, dass du….

  • besser in Mathe wirst,
  • es Dir dadurch plötzlich ein bißchen Spaß macht,
  • du deswegen noch besser wirst,
  • es Dir noch mehr Spaß macht,…

Bei unserem Unternehmen Flip the Classroom

Wir fingen 2013 an. Damals gab es keine guten und passenden Videos im Internet. Wir glaubten aber an die Methode des „Flipped Classroom“ und wollten diese in der Kursstufe einsetzen, weil wir die Vorteile der Methode für die Schüler und für uns gesehen haben.

Wir hätten einfach sagen können, dass es unter diesen Umständen nicht möglich ist. Das Kultusministerium oder ein Verlag müssen erstmal Videos erstellen, die für den Unterricht geeignet sind. Das wäre aber reaktiv gewesen.

Also haben wir selbst die Erklärvideos erstellt. Wir waren damit proaktiv. Dadurch lernten wir, wie man solche Videos erstellt, wie man sie sinnvoll im Unterricht einsetzt und auch wie man eine Homepage programmiert. Nicht nur konnten wir unseren Unterricht mit der Methode bereichern, sondern wir wurden gleichzeitig Experten für die Themen „Einsatz und Erstellung von Erklärvideos“ und wurden für Vorträge und Workshops eingeladen.

FAZIT

Natürlich muss man um proaktiv zu sein, selbst aktiv werden. Aber vor allem muss man sich überlegen, was einem selbst wichtig ist (darum geht es bei Schritt II) und dann die richtigen Entscheidungen treffen, um dies zu erreichen.

  • Was meinst du dazu?
  • Beobachte dich mal: Ist deine Sprache manchmal reaktiv?
  • Wie geht es dir dabei? Könntest du etwas daran ändern?

Gelegenheiten für seine Ziele schaffen.

Big Five for Live

Eines meiner Lebensziele (meiner Big Five for Live) ist es 2er Gespräche zu führen. Ich liebe es mit einem Menschen zu zweit zu reden. Man lernt da einen Menschen viel besser kennen, als wenn man ihn in einer größeren Gruppe trifft.

Zu Sachen bewusst Nein sagen

Oft Sage ich deswegen Party, Feiern oder Kollegenveranstaltungen ab. Jetzt nicht jede, natürlich nicht! Ich will ja auch nicht vereinsamen und ich bin generell ein geselliger Mensch, aber früher habe ich zu allen Feiern einfach immer JA gesagt, weil ich nichts verpassen wollte und weil ich dabei sein wollte.

Aber mittlerweile überlege ich mir genau, ob ich auch wirklich dabei sein will. Will ich das nicht, dann gehe ich auch nicht hin und dann sage ich bewusst NEIN.

Gelegenheiten schaffen

Um mein Lebensziel zu erfüllen warte ich jetzt aber nicht ab bis mich jemand frägt, sondern ich schaffe öfters bewusst Gelegenheiten für meine Ziele. Für mein Lebensziel der 2er Gespräche treffe ich mich öfters alleine mit Freunden zum Bier trinken oder zum Joggen. Eine der besten Möglichkeiten mache ich aber mal wieder an diesem Wochenende.

Ich gehe mit einem meiner besten Freunde wandern. Wir haben dies als Tradition. Es ist eine sehr schöne Gelegenheit, den anderen besser kennenzulernen. Man läuft mehrere Tage zusammen eine gewisse Wegstrecke und erlebt dabei natürlich kleine Abenteuer, die einen noch mehr zusammen schweißen.

Und das Wichtigste ist man hat viel Zeit miteinander auch tiefgründigere und intensivere Gespräche zu führen. Man kann auch manchmal nur nebeneinander herlaufen und nachdenken um dann nach einiger Zeit des Nachdenkens das Gespräch wiederaufzugreifen. Man muss nicht sofort antworten, sondern kann sich für seine Antwort Zeit lassen und genau überlegen was man in dem Moment denkt und fühlt.

Regelmäßige Treffen

Wir gehen jetzt schon seit 10 Jahren miteinander wandern. Jedes Jahr einmal im Sommer für 2-4 Tage, je nachdem wie es passt. Wir haben einmal das Wandern durch Radfahren ersetzt und sind eine Woche lang von Füssen aus bis zum Gardasee geradelt. Über die Alpen….. aber…. mit Elektrobikes. Da muss man übrigens darauf achten, dass einem der Akku nicht alle geht. So ein letzter 400Meter Anstieg ohne Akku mit einem verdammt schwerem Rad ist nicht einfach. ?

Das Radfahren hat nicht so gut geklappt. Man kann da nicht so gut miteinander reden. Man kann zwar auch gut nachdenken, aber eine Unterhaltung führen geht auf dem Rad eher schlecht. Wir hatten am Abend gute Unterhaltungen. Aber ein Ersatz für die nachdenklichen Unterhaltungen bei einer Wanderungen ist das nicht.

Wir wandern jetzt wieder!

Schafft ihr Gelegenheiten für euere Lebensziele?

Geht ihr auch mit guten Freunden wandern?

Oder macht ihr andere Dinge?